Beile Ratut
Beile Ratut

 

Herzlich willkommen auf der Website von Beile Ratut. 


        

 

Christiane Florin spricht mit Beile Ratut im Deutschlandfunk in der Sendung „Tag für Tag“:

 

"Moral hat sich verselbstständigt"

Vom Übermenschen, der nur nach eigenen Interessen entscheidet, träumte Nietzsche. Diese Sorte Mensch dominiert heute, behauptet die finnisch-deutsche Schriftstellerin Beile Ratut in ihrem Buch "Kompendium des Übermenschen". Sie sagt: "Auch moralische Maßstäbe werden einer Nutzen-Agenda unterworfen".

Zum Nachhören und Nachlesen geht es hier.

    »Allein durch Glauben bedeutet, dass jeder Mensch nach seiner Façon glücklich werden soll. »Jedem das Seine« ist die logische Konsequenz eines menschenzentrierten Glaubens, und sie bringt immer auch Vereinzelung, Sprachlosigkeit, Gleichgültigkeit, Heuchelei und Einsamkeit mit sich. Der persönliche Glaube spielt sich im Bewusstsein des Einzelnen ab – er ist dann zwangsläufig abgelöst von absoluten Wahrheiten und auch von Gott, denn Gott als absolute, unwandelbare Wirklichkeit geht ihm verloren. Der Heilige Geist, der den ganzen Menschen verwandelt und durch Wüstenzeiten bringt, ist dann nur noch eine Lichtgirlande, die für jedermann im Fenster hängt, eine mildernde Musikberieselung im überbordenden Kaufhaus dieser Welt.«

 

 
    Aus Das Fanal des Ego auf den Stufen zur Kirche.
 
 

      »Wenn man erzählt, dann tut man es, weil man glaubt, dass es etwas enthält, das wahr ist. Etwas, das  über uns hinausragt und bleibt, etwas, das uns sagt, wer wir wirklich sind. Wenn man eine Geschichte  anhört, dann tut man es, weil man sich danach sehnt, an etwas teilzuhaben, das größer ist als wir selbst.

    Eine Geschichte kommt aus dem Inneren des einen Menschen und berührt das Innere eines anderen Menschen. Doch das Innere eines Menschen bleibt ein Geheimnis. Die Geschichten, meine Geschichte bleibt ein Geheimnis. Wer hält denn inne, um einem
Menschen zu begegnen, der ihm nichts nützt, und sei es nur einen Augenblick, um ihm eine Frage zu stellen, deren Antwort er nicht schon längst vorweggenommen hat? Wer wendet sich einem Fremden zu? Einen Augenblick nur.

    Ein Lächeln. Erkennen.
    Ewigkeit.
«
 
    Aus Das schwarze Buch der Gier.
 
 

Erzählen gegen das Schweigen, für den Aufbruch.

Kompendium des Übermenschen

Gibt es eine Antwort auf die Wirren in dieser Welt? Friedrich Nietzsche sah als Auftrag des Menschen, einen Überwinder-Typus hervorzubringen. Was aber soll dieser überwinden? In ihrem Essay zeigt Beile Ratut, dass der Übermensch zwar nach Überwindung strebt - doch es ist nicht die Überwindung hin zum Leben - es ist die Unterjochung des Lebendigen.

Das Fanal des Ego auf den Stufen zur Kirche

Der christliche Glaube ist zur Privatsache geworden, ein dekoratives Beiwerk oder ein Instrument, um sich als rechtschaffen in Szene zu setzen – und das, so Beile Ratut in ihrem aktuellen Essay, hat seinen Grund in eben diesem „Glauben“. Sie untersucht das Denken des Protestantismus und legt seine Wurzeln bloß, die schon seit Luthers Theologie im Ich des Menschen liegen und den Zugang zur Wirklichkeit Gottes versperren. Mit diesem Essay legt sie ein eindringliches Plädoyer für den echten christlichen Glauben und die Orthodoxie vor.

Die Autorin:             Beile Ratut

Beile Ratut, geboren 1972, ist Finnin und schreibt in deutscher Sprache.Sie studierte Wirtschaftswissenschaften, Literatur und Skandinavistik in Finnland und in Deutschland. Sie lebte viele Jahre in der Nähe von Frankfurt am Main, heute lebt sie mit ihrer Familie in Joutsa, Finnland.Sie ist Autorin von Romanen, Erzählungen und Essays.

Das schwarze Buch der Gier

Der Debütroman von Beile Ratut ist ein Wirbelsturm, unerschrocken und von schillernder Kraft. Eine zutiefst ehrliche Geschichte über die finsteren Irrgänge des Menschen, endgültig und zärtlich, vehement und erschütternd - von der ersten bis zur letzten Seite.

 

Der Roman ist in 2014 Kandidat für die Hotlist. 

Nachhall

Die Geschichte von Espen Barthelemy, die als aufgeweckte Siebenjährige in den Bann eines pädophilen Nietzsche-Anhängers gerät, ist ein sprachgewaltiger Epos über den zaghaften und doch unbeugsamen Überlebenskampf der Heldin inmitten einer erneuerten, aber innerlich zerberstenden Welt. Nur unsere unermüdliche Suche nach einer Stimme, der wir uns bedingungslos und ungeschützt preisgeben können, kann uns retten.

 

Welt unter Sechs

Drei Erzählungen von Beile Ratut: von Männern, die fehlgehen, zerbrechen und sich auf die Suche machen nach ihrer Bestimmung als Mann, als Liebender, als Vater. In bestechender Sprache, poetisch und eindringlich erzählt Ratut von zerstörerischen Irrtümern und der Weigerung, dem sanften Ruf zu folgen, von Anmaßung, Zorn und Ausflüchten, aber auch vom Wiederfinden des Paradieses, von Versöhnung, Überwindung und Gnade. Ein zeitloser Band über die herausragende Rolle des Mannes in dieser Welt. 

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